Tag der offenen Tür an der AKS

Wenn ich, wie heute, an einem Samstag um 7 Uhr aufstehe, kann das nur eines heißen: Es ist der "Tag der offenen Tür" an der AKS. Wie jedes Jahr lud die AKS auch dieses Mal alle Eltern und Viertklässler zu einer Besichtigung des Unterrichts ein. Und wie jedes Jahr kotzt es alle an...

In den ersten zwei Schulstunden füllte sich die Pausenhalle mit einigen Interessierten, die auf die Unterrichtsbesichtigung ab 8:30 warteten. Unsere Klasse wurde allerdings nur von wenigen Eltern besucht, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass die meisten Eltern sich für die 5./6. und vielleicht auch noch 7. Klassen interessieren, die die zukünftigen AKS-Schüler als erstes besuchen würden, sich für die achten Klassen aber vorerst weniger interessieren.

Wie immer versuchte sich die Schule von ihrer Schokoladenseite zu zeigen, weshalb das gesamte Gebäude von Informationsständen, Präsentationen, Waffelständen und Tombolas nur so überfüllt war. Der Kiosk witterte ein gutes Geschäft und schaffte kurz vor dem Tag der offenen Tür, selbstverständlich gekoppelt an eine Preiserhöhung, einen neuen Getränkeautomaten an. Und natürlich fehlte dem Automaten ausgerechnet heute rein "zufällig" das Wechselgeld... Einige Führungen wurden den Eltern angeboten, unter anderem durch die Neubauten - Ja, am Tag der offenen Tür weiß die AKS sich zu präsentieren. Leider scheint die AKS dabei zu vergessen, dass der Tag der offenen Tür eigentlich dazu da ist, einen Einblick in den Alltagsunterricht zu gestatten, nicht, um in naturwissenschaftlichen Räumen die Möglichkeiten von "Whiteboards" (eine Art digitale Tafel, die an einen Computer angeschlossen werden kann) zu demonstrieren, die höchsten einmal im Jahr eingesetzt werden, oder um Plätzchen zu verkaufen. Eine andere lustige Sache ist, dass extra für den Tag der offenen Tür spezielle Toiletten geöffnet werden, die sonst das ganze Jahr über geschlossen sind. Die eigentlichen Toiletten werden aus fadenscheinigen Gründen geschlossen. Dieses Jahr blieb das Spektakel allerdings aus, weil die alten Toiletten der Sanierung zum Opfer gefallen sind.

Da es sich beim Tag der offenen Tür, wie gesagt, eher um eine Show handelt, fällt der Unterricht entsprechend dünn aus - meist eine Wiederholung von bereits Gelerntem, oder irgendetwas in Richtung Basteln oder Experimentieren - vielleicht das einzige Positive daran (aus Schülersicht). Allerdings ist der Plan heute zumindest in Chemie nicht aufgegangen: Es hat sich nämlich einfach niemand gemeldet. Unserer Lehrerin schien das ziemlich peinlich zu sein^^ Wenigstens gab es gegen Ende ein "spannendes" schaumiges Experiment *gähn*. Der Französischunterricht war etwas weniger verkrampft, von großartiger Beteiligung am Unterricht kann dennoch keine Rede sein - was wohl auch daran liegt, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Klasse durch Fußballspiele oder AGs um den Tag drücken konnte.
Leider kam ich diesnmal nicht dazu, Eltern Negatives über die AKS zu erzählen, wie ich es in den Jahren davor immer, als Rache für den geklauten Samstag, getan habe.

Das dümmste war aber, dass zwar bis zur 6. Stunde Anwesenheitspflicht bestand, der Unterricht aber nur 4 Stunden ging. Man kann sich ja ein einem Samstag nichts schöneres vorstellen, als zwei Stunden lang in der Schule tot zu schlagen, auch wenn es wahrscheinlich niemand bemerkt hätte, wenn wir einfach gegangen wären...



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