"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst getürkt hast!"
Das man skeptisch gegenüber Statistiken sein sollte, weil sie gerne zu den eigenen Gunsten "optimiert" werden, weiß jeder. Vor wenigen Tagen habe ich diesen Vorgang allerdings (zu meinen gunsten) am eigenen Leibe erfahren.In Hessen wird in der achten Klasse von sämtlichen Schulen eine Vergleichsarbeit geschrieben. Um eine gerechte Bewertung zu garantieren ist selbstverständlich die Benotung der Arbeiten genau festgelegt. Die Arbeit ist bei unserer Klasse sehr gut ausgefallen (keine Note schlechter als 3). Warum? Ganz einfach! Im Gegensatz zu "normalen" Arbeiten entspricht die Hälfte der Punktzahl nicht einer 4- sondern einer 3. Entsprechend verzerrt sind auch die anderen Noten. Mit 37,5 von 48 erreichbaren Punkten habe ich auf diese Weise eine 2+ bekommen - gut für mich. Aber unter einer ehrlichen Statistik verstehe ich etwas anderes... und wenn sich unsere tolle Kultusministerin dann zum Halbjahresende damit rühmt, wie gut die hessischen Schüler abgeschnitten haben, wissen wir, wie das zu Stande kam...
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